Ausschreibungen

Einladung zur Bewerbung

Die Produzentengalerie lädt spartenübergreifend Kunstschaffende zur Teilnahme ein. Künstlerisches Schaffen bietet Möglichkeiten der Verständigung über Barrieren hinweg, Möglichkeiten Unsagbares zu artikulieren und es somit emotional und assoziativ für andere verfügbar und verstehbar zu machen, sei es durch Musik, Tanz, Darstellung oder eben verbal und/oder bildnerisch. Die Produzentengalerie, sieht sich insbesondere in Hinblick auf interdisziplinäre Vielfalt als experimenteller Raum, wo durch die künstlerische Interpretation zu einem vorgegebenen Thema sich neue Aspekte der interdisziplinären Verschneidung zeigen.

4h-art bietet 130 m2 Ausstellungsfläche und einen variablen Bühnenbereich für Performance.
Die Produzentengalerie 4h-art achtet auf internationale und kulturelle Vielfalt, ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis (ca. 1:1 über 20 Jahre) und versucht ein breites Altersspektrum bei Bewerbungen zu berücksichtigen. Auch Kunstschaffende am Anfang ihrer Karriere sollen sich angesprochen fühlen. Pro Ausstellung sind bis zu 10 bildenden Kunstschaffende mit 2-4 Arbeiten und 5 Performances geplant.

Rassismus

Ausschreibung 2026/09
Ausstellung: 11.–20.09.2026

Deadline Bewerbung:
31.07.2026

Rassismus wird häufig als Problem einzelner Länder oder historischer Epochen betrachtet. Tatsächlich zeigt sich jedoch, dass die Abwertung anderer Gruppen ein nahezu universelles und transnationales Phänomen ist. Unabhängig von Hautfarbe, Kultur oder Religion finden sich in nahezu allen Gesellschaften Beispiele für die Unterscheidung zwischen „wir“ und „die anderen“.

Die konkreten Zielgruppen wechseln, das Grundmuster bleibt gleich: Die eigene Gruppe wird aufgewertet, während anderen Gruppen negative Eigenschaften zugeschrieben werden.
Dieses Verhalten scheint auf tief verwurzelten menschlichen
Mechanismen zu beruhen. Menschen suchen Zugehörigkeit, Sicherheit und Identität in Gemeinschaften. Daraus entsteht leicht die Tendenz, die eigene Gruppe positiver zu bewerten als fremde Gruppen.

Rassismus ist jedoch nicht zwangsläufig die Folge dieser Neigung, sondern eine mögliche Ausprägung davon. Gerade weil rassistische Denkmuster weltweit und kulturübergreifend auftreten, greift es zu kurz, sie ausschließlich als Problem bestimmter Nationen oder politischer Lager zu betrachten. Keine Gesellschaft ist grundsätzlich davor gefeit.

Die eigentliche Herausforderung besteht darin, anzuerkennen, dass Vorurteile und Abgrenzungstendenzen Teil menschlichen Verhaltens sein können, ohne sie deshalb als unveränderlich hinzunehmen. Rassismus ist somit weniger eine Ausnahme als eine stets vorhandene Möglichkeit menschlichen Zusammenlebens.

Seine Überwindung beginnt dort, wo Menschen den Wert anderer nicht mehr von Herkunft, Ethnie oder Zugehörigkeit abhängig machen, sondern die gleiche Würde jedes Individuums anerkennen.

ZIVILISATION vs ARCHAIKUM

Ausschreibung 2026/11
Ausstellung: 06.–15.11.2026

Deadline Bewerbung:
15.09.2026

Zivilisation erscheint oft als stabiler und dauerhafter Zustand, ist jedoch in Wirklichkeit fragil und von gesellschaftlichen  Rahmenbedingungen abhängig.

In Ausnahmesituationen wie Krieg, Bürgerkrieg oder dem Zusammenbruch staatlicher Ordnung können innerhalb kurzer Zeit Verhaltensweisen hervortreten, die an archaische Muster erinnern. Angst, Unsicherheit und der KKampf ums Überleben fördern Misstrauen, Feindbilder und die Bereitschaft zur Gewalt. Rechtliche und moralische Normen verlieren an Wirkung, wenn die Institutionen, die sie stützen, geschwächt werden.
Historische Erfahrungen zeigen, dass selbst hochentwickelte Gesellschaften nicht vor solchen Rückschlägen geschützt sind. Gleichzeitig offenbaren Krisen aber auch die Fähigkeit des Menschen zu Solidarität, Mitgefühl und gegenseitiger Hilfe. Die Fragilität der Zivilisation bedeutet daher nicht, dass Barbarei unvermeidlich ist, sondern dass Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde stets aktiv geschützt werden müssen. Zivilisation ist kein endgültiger Zustand, sondern ein fortwährender Prozess, der von Verantwortung, Bildung und stabilen Institutionen getragen wird.

Bewerbung


Bewerbungsunterlagen zum gewählten Thema
Bewerbungen sind zu richten an:

Email: 4h-art@email.de
Re: Name des Themas
Portraitfoto: 4 x 5 cm 300 dpi
Kontaktdaten: Für Katalog geeignet
Telefonkontakt: für Rückfragen

Vita: Max 1000 Zeichen! (pdf oder txt)
Statement: Max 1000 Zeichnen! (pdf oder txt)
Bildmaterial: 1-4 Bilder von Arbeiten zum Thema (300 dpi) jeweils (s. Art und Reihenfolge) mit: Titel, Jahr, Material/Technik, Abmessungen H x B x T (cm), Preis im Bildnamen und als Liste.

Zustimmung:

Mit der Einsendung erklären sich die Kunstschaffenden bereit,
dass Bildmaterial ggf. für die Ausstellung zu Werbezwecke, in Presse und anderen Medien verwendet werden darf und dass die
Kontaktinformation gespeichert werden darf für die Ausstellung und zur Versendung von weiteren Einladungen

N.b. Um den Aufwand zu minimieren sind die Bewerbungsunterlagen auf die Erstellung des Katalogs ausgerichtet und genau zu befolgen, um zeitaufwändige Rückfragen zu minimieren.

Auswahlkriterien für die Themenausstellungen berücksichtigen Ausgeglichenheit nach Alter und Geschlecht, kulturelle Vielfalt und kontrastierende künstlerische Positionen.
Die Auswahl der Beteiligten erfolgt durch Hinzuziehung von Künstler:Innen des BBK Hannover.

Der Produzentengalerie stehen bislang leider keine Mittel für
Ausstellungshonorare zur Verfügung.
Die Arbeiten sind während der Ausstellung nicht versichert.